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Frühstückgedanken und Ideen

von Mario Würgler (Kommentare: 0)

Unternehmer sein bedeutet frei zu sein und sich ständig neu zu erfinden. Für mich etwas ganz Natürliches und so selbstverständlich, wie der morgendliche Besuch der Toilette und das Frühstück. In welcher Reihenfolge die Aktivitäten stattfinden, ist an dieser Stelle nicht abschliessend klar. Entscheiden ist jedoch, dass ich mich immer auf das Frühstück mit meiner Frau und den schwarzen Kaffee, der mir Leben einhaucht, freue. Für mich der perfekte Start in den Tag.

Das Frühstück ist eine Art morgendliches Meeting, denn wir besprechen Ideen oder Gedanken die uns am Abend im Bett beim Einschlafen oder während der Nacht gekommen sind. Wenn ich das Freunden erzähle schauen dich mich immer komisch ungläubig an. Etwa so als wäre ich verrückt oder versuche sie auf den Arm zu nehmen. Das ist aber nicht meine Absicht. Ich muss mir dann immer ins Gewissen rufen, dass ich anscheinend etwas anders funktioniere als die meisten Mitmenschen auf diesem Planeten. Dieses sogenannte Meeting ist eigentlich gar kein Meeting, sondern ein Brainstorming mit Toast, Butter und Konfitüre. Damit ich mich an meine Gedanken beim Einschlafen oder in der Nacht erinnere ist das Frühstück von entscheidender Wichtigkeit. Sich bewusst Zeit zu nehmen ist jedoch schwer in der heutigen Zeit. Wir lenken uns am Morgen direkt im Bett oder von der Bettkante aufstehend mit unseren mobilen Begleitern von unseren Gedanken ab. Schnell auf die Toilette E-Mails und Facebook checken, dann unter die Dusche, anziehen und los geht die Reise. Der moderne Neuzeitmensch nimmt sein Frühstück nicht zu Hause, sondern auf dem Arbeitsweg ein. Man geht oder fährt man schnell an einem Segafredo, Starbucks oder Migrolino vorbei. Spätestens wenn man im Office angekommen ist, sind alle guten Gedanken und Ideen weg!

Dies ist äusserst schade, denn unser Unterbewusstsein verarbeitet während der Erholungsphase die gesammelten Eindrücke des Tages. Was wir bewusst sehen ist nur ein sehr geringer Bruchteil unserer Wahrnehmung. Das Unterbewusste kommt meiner Meinung nach erst in unser Bewusstsein, wenn wir ruhen und entspannt sind. Ich versuche meine Gedanken am Abend darum fließen zu lassen und gemütlich einzuschlafen. Insgeheim freue ich mich auf den Morgen und bin voller Neugier, was beim Frühstück an die Oberfläche kommen wird.

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